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Spekulanten kaufen Immobilien in Citys auf

06.03.2018

Präsentation des gewerblichen Mietspiegels

>> Im Rahmen der Präsentation des gewerblichen Mietspiegels weisen Norbert Bienen, Frank Mund und Andree Haack auf die Problematik hin, weshalb viele Ladenlokale in den Innenstädten von Mönchengladbach und Rheydt leer stehen.



 

     




Mönchengladbach. Viele Ladenlokale in den Innenstädten Gladbach und Rheydt haben laut IHK Sanierungsbedarf. Doch vor allem Fonds wollen lieber schnell Geld machen, statt klug zu investieren. Die Folge ist Leerstand in guten Lagen. Von Andreas Gruhn

Die Innenstädte haben bundesweit dasselbe Problem: Die 1a-Lage schrumpft. Und diesen Trend macht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein erstmals auch in Mönchengladbach fest. Aber in den Citys von Gladbach und Rheydt spielt sich noch ein weiterer Trend ab: Zu wenige Eigentümer investieren Geld, um ihre Verkaufsräume für Geschäftsinhaber interessant zu machen. Die Folge ist Leerstand, wie der Vorsitzende des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft, Norbert Bienen, und Immobilienexperte Frank Mund bei der Vorstellung des Gewerbeimmobilienberichts erklärten.

"Nicht nur in Rheydt, auch an der Hindenburgstraße muss an einigen Stellen etwas getan werden", sagte Frank Mund. "In manchen Gebäuden wollen Geschäftsleute einfach nicht präsent sein." So kommt es etwa, dass sogar in unmittelbarer Nähe des Minto Ladenlokale leerstehen. Schaufenster sind zu klein oder nicht mehr zeitgemäß, ein Ladenlokal zieht sich über drei Etagen - so etwas ist schwer vermietbar. Dass es auch ganz anders geht, das zeige etwa die Wallstraße mit gut gepflegten Häusern und Geschäften.

Das Problem seien nicht die in der Stadt ansässigen Privateigentümer von Gebäuden. "Viele von ihnen verkaufen aber ihre Immobilie aufgrund der sehr hohen Preise im Moment an institutionelle Investoren", sagt Bienen. Genaue Zahlen darüber liegen nicht vor. Aber, so Bienen: "Der Anteil der Objekte, die lokalen Eigentümern gehören, sinkt maßgeblich." Finanz-Spekulanten schlagen zu und packen diese Gebäude in Portfolios, um sie gewinnbringend weiter zu verhökern. In der Zwischenzeit wird nichts in die Gebäude investiert, an Stadtentwicklung besteht kein Interesse. Die Miete wird auch nicht gesenkt, um wenigstens irgendein Geschäft anzusiedeln. "Leerstand lässt sich bei Banken besser verkaufen als ein niedriger Mietpreis", sagt Bienen.

Damit spielt sich in Teilen der Innenstädte genau das gleiche ab, wie es in den vergangenen zehn Jahren mit Haus Westland zu beobachten war. Das immer weiter verfallene Objekt war in irgendwelchen Spekulations-Paketen verschnürt, bis der Investor Sebastian Lüder die Schrottimmobilie vor zwei Jahren aus einem Portfolio des als "Heuschrecke" verschrieenen US-Investors Blackstone ablöste. Der Komplex soll nun entwickelt werden. Blackstone indes, so ist zu vernehmen, hat wieder auf andere leerstehende Objekte in Gladbach den Zugriff.

Grundsätzlich sind die Geschäfts-Mieten in der 1a-Lage (das ist in Gladbach etwa der Bereich der Hindenburgstraße zwischen Bismarckstraße und Krichelstraße) stabil. Die Spitzenmieten in den 1b-Lagen für Geschäfte unter 100 Quadratmetern seien von 45 auf 40 Euro gesunken und für größere Ladenlokale ab 100 Quadratmetern von 30 auf 28 Euro. Damit stellt die IHK eine andere Entwicklung fest als zuletzt noch der Ring Deutscher Makler, der steigende Mieten in der Gladbacher City beobachtet hatte.

Die IHK wünscht sich, dass Stadt, Geschäftsleute und Immobilieneigentümer besser zusammenarbeiten. "Es gibt viele gute Ansätze, doch die öffentlich geführten Diskussionen über verkaufsoffene Sonntage, Busse oder Werbeanlagen zeigen, dass man zu selten in eine gemeinsame Richtung marschiert", kritisiert Andree Haack, IHK-Geschäftsführer.

Leerstand in der City passt eigentlich kaum zu der ansonsten boomenden Stadt. Büroflächen etwa und auch Gewerbe- und Industrieflächen sind sehr gefragt. "Wir haben bei Büros einen Leerstand von unter drei Prozent", sagt Bienen. "Das ist zu wenig." Da funktioniere der Nordpark besser als die Innenstadt. Die Nachfrage nach großen Flächen ist oft sehr kurzfristig - um sie bedienen zu können, müssen Investoren auf Vorrat bauen. Auch Gewerbeflächen seien zu wenig im Markt, sowohl was Vermietung als auch Verkauf betrifft. "Bei unter fünf Prozent Leerstand können wir die Nachfrage nicht bedienen und damit das wirtschaftliche Entwicklungspotenzial nicht nutzen", warnt Bienen

Quelle: Rheinische Post vom 06.03.2018. 

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